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Was macht eigentlich…?

Sollten Sie mit dem Konzept des Stage Managers vertraut sein, können Sie getrost weiter klicken. Falls nicht, lesen sie hier, was ein (Production) Stage Manager tut:

Der Begriff

stage engl.: bühne
to manage engl.: verwalten, führen, leiten

Der Stage Manager ist ein Berufsbild aus der englisch/amerikanischen Theaterwelt. Dort ist er so gewöhnlich wie hierzulande der Regieassistent. Jede Theater-, Opern-, Musical-, und Showproduktion hat einen. Oder auch mehrere. Beim Fernsehen heisst die Position "Floor Manager".

Der Beruf des Stage Managers ist in angelsächsischen Ländern entsprechend ein Teil der theaterpraktischen Ausbildung, und vereint in seiner Person die bei uns üblichen Jobs des Assistenten, des Inspizienten und des künstlerischen Betriebsbüros – ungefähr zumindest.

In Deutschland gibt es den Stage Manager im Musiktheater seit dem Auftauchen der kommerziellen Musical-Grossproduktionen.

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Die Tätigkeit

Der Stage Manager vereint in seiner Person im besten Fall technisches Wissen über Bühnen-, Beleuchtungs-, und Tontechnik, kombiniert mit künstlerischen Verständnis der Inszenierung, Einfühlungsvermögen für die beteiligten Künstler und Organisationstalent.

Konkret bedeutet das:
Koordination der verschiedenen Abteilungen (Technik, Beleuchtung, Ton, Requisite, Regie, Choreografie, Musik, Kostüm, Maske, Presse etc.) und Erstellung eines täglichen oder wöchentlichen Probenplanes, der die räumliche und zeitlichen Gegebenheiten der Produktion genauso berücksichtigt wie arbeitsrechtliche, tarifliche oder vertragliche Regelungen.

Betreuung der Proben:

  • Erstellung von Listen zu allen möglichen und unmöglichen Themen
  • Markierung des Probenraumes zur Verdeutlichung des Bühnenbildes und grösserer
    Dekorationsteile
  • tägliche Vor- und Nachbereitung des Probenraumes (first in, last out)
  • Koordinierung des Probenablaufs (Einhaltung der Pausen, Vorbereitung der
    Mitwirkenden auf szenische Verwandlungen etc.)
  • Notierung von künstlerischen und technischen Abläufen, die sich in den Proben ergeben

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Die Produktion

Die aus der Probenpraxis gewonnen Erkenntnisse über den Verlauf der Inszenierung gilt es in praktische Bühnenanweisungen umzusetzen.

In den sogenannten 'Dry Techs' fliessen diese Erkenntnisse in die konkrete technisch-organisatorische Umsetzung der Inszenierung durch den Stage Manager ein. Zunächst ohne Künstler, daher: dry. Während dieser Phase der Produktion entsteht auch das 'Buch' – basierend auf dem Textbuch oder Klavierauszug, in das er alle Kommandos eingeträgt, die später während der Vorstellung für den präzisen Ablauf der szenischen Verwandlungen sorgen.

In der nächsten Phase der Produktion werden dann technische Abläufe und Künstler samt Kostümen etc. auf der Bühne zur endgültigen Inszenierung vereint. Am Ende steht die premierenreife Inszenierung und das fertige 'Buch', das die Reproduzierbarkeit ermöglicht.

Während der Spielzeit des Stückes sorgen die Stage Manager für den exakten und sicheren Ablauf der Vorstellung. Dazu gibt der sog. 'Caller' über Funk Kommandos an Bühnen-, und Lichttechnik, um präzise szenische Verwandlungen im stets richtigen Licht zu ermöglichen.

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Der Umfang

Der beschriebene Prozess kann je nach Aufwand und Anspruch der Produktion von 2 Tagen bis 2 Monaten dauern und beinhaltet für den Stage Manager eine Vielzahl von Arbeiten, die hier nicht aufgeführt sind.

Das Wesen dieser Tätigkeit ist, allen Beteiligten zu ermöglichen, ihre Arbeit zu tun. Dafür erarbeitet der Stage Manager exakte Pläne, die jede Minute des Arbeitstages produktiv nutzen. Er organisiert Proben, bei denen sich alle wohlfühlen und erdenkt Verwandlungen, die gut aussehen und für alle auf und hinter der Bühne sicher sind. Er ist bei diesem Prozess der Mittler zwischen Kunst und Technik.

Der Production Stage Manager beim Aufbau einer grossen Produktion übersieht die Arbeit der vor Ort angestellten Stage Manager, da er die Produktion bereits kennt oder früh in konzeptionelle Gespräche eingebunden ist. Er gehört zum Production Team, das nach der Premiere das Stück in die Hände des jeweiligen Theaters übergibt.

Last but not least – der Inspizient des deutschen Theatersystems stellt einen Teil dieses Tätigkeitbildes dar. Die anders zusammengesetzte Personalstruktur der deutschen Staats- und Stadttheaterbetriebe, sowie die völlig anderen Vorraussetzungen eines Repertoire- Spielbetriebes bedingen sein Tätigkeitsbild, das mit dem des Stage Managers nur schwer vergleichbar ist.

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